Themenauswahl der Arbeitsgruppe Prof. Brenker für Bachelor-Arbeiten
I. Einzigartiger Blick in die Tiefen der Erde
Für jede Bachelor-Arbeit wird je ein Diamant aus Juina zur Verfügung gestellt. Die Diamanten sind jeder für sich einzigartig. Sie enthalten meist eine große Anzahl von Einschlüssen, die sie bei ihrer Entstehung einschlossen. Nur ein sehr kleiner Anteil der weltweit gefundenen Diamanten stammt aus Tiefen von mehr als 150-250km. Die Brasilianischen Diamanten aus dem Gebiet von Juina bieten hier eine seltene Ausnahme. Es wurden Herkunftstiefen von bis zu 1700km beschrieben. Gesicherten Daten zu Folge stammen einige der Diamanten zumindest aus der Übergangszone (bis 670km) und den obersten Bereichen des Unteren Erdmantels. In den Arbeiten soll mittels Raman-Spektroskopie eine Phasenanalyse und eine Bestimmung des Restdruckes auf den Einschlüssen ermittelt werden. Bei der Raman-Spektroskopie handelt es sich um eine leicht zu erlernende Technik, bei der die Probe mit einem Laserstrahl beleuchtet wird. Das so erhaltene charakteristische Spektrum wird dann nach dem „Fingerprint“ Verfahren mit Standards verglichen. In einem zweiten Arbeitsschritt werden die Diamanten aufgebrochen und die Einschlüsse und Diamant-Fragmente mittels Rasterelektronenmikroskopie und Farb-Kathodolumineszenz gemessen. Mit den Ergebnissen erhält man einen direkten Blick in globale Recycling-Prozesse über die bislang wenig bekannt ist. Jeder Diamant verbirgt einzigartige Informationen über die tiefe Erde, die sonst nur mit indirekten Verfahren geophysikalischen zugänglich ist.
Methoden Raman-Spektroskopie, Rasterelektronenmikroskopie inkl. Kathodolumineszenz und energiedispersive Röntgenstrahl Analytik.
Betreuer Prof. Dr. Frank E. Brenker
Kontakt e-mail: f.brenker[AT]em.uni-frankfurt.de oder Geozentrum, Raum 1.327
II. Schockadern in Meteoriten
Bei der Kollision von Asteroiden miteinander werden häufig immens hohe Drucke und Temperaturen erzeugt. Bei dem Prozess bilden sich auch Schmelzadern in denen Festkörperreaktionen und Umwandlungen zu Hochdruckphasen stattfinden. In Dünnschliffen stark geschockter Asteroidenfragmente sollen diese Minerale identifiziert, analysiert und charakterisiert werden. Hierdurch lässt sich ein Minimaldruck ermitteln. Außerdem erhält man wichtige Erkenntnisse zu den Phasen im Erdmantel.
Methoden Polarisationsmikroskopie, Raman-Spektroskopie, Rasterelektronenmikroskopie inkl. Kathodolumineszenz und energiedispersive Röntgenstrahl Analytik.
Betreuer Prof. Dr. Frank E. Brenker
Kontakt e-mail: f.brenker[AT]em.uni-frankfurt.de oder Geozentrum, Raum 1.327
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